Home
Ueber uns
Meine Taubenrassen
Schlaganlage
Pflege   Training  Aufzucht
Events  Aktuell  Links
Gästebuch
 


Peter Berger                                                                                                        4450 Sissach / Schweiz                                                                                                                                                                                                                                           Seit1950 Taubenzüchter aus Leidenschaft 


                                                                                                                                                                                                                                                     

TEL.  ++41 (0) 61 971 36 05
E-mail:  berger.sissach@bluewin.ch


Meine aller ersten Wiener Hochflieger erhielt ich im Alter von 8 Jahren von Johann Binder einem äusserst liebenswerter Mann,  hier in Sissach. Bereits im Kindergartenalter durfte ich des öfteren in diesen Tauben­schlag. Vermutlich habe ich mir zu diesem Zeitpunkt den "Taubenvirus," von dem ich bis zum heutigen Tag befallen bin, eingehandelt.

Wiener Tümmler AusstellungstypIch glaube, damals wurde noch nicht zwischen dem Austel­lungs-Tümmler und den heutigen Flugtypen unterschieden. Je­denfalls waren diese Tauben eher fein in der Gestalt und im Kopf, flogen aber vorzüglich um die 2-3 Stunden. Bei uns ins Sis­sach waren noch drei weitere Wiener-Züchter, deren aller Stiche sich dann jeweils zu ei­nem Trupp zusammenschlossen. Tonangebend war aber immer die­ser Johann Binder ein guter Freund des legendären Febo de Fries dessen allbekannte Ge­schichten, die oft an "Taubenla­tein" grenzten, ich noch oft live mitanhören durfte. Febo bastelte zu dieser Zeit eine kleine Kanone mit Flobert-Munition, die er einer Taube auf den Rücken schnallte. Ob er je einen Raubvogel damit erlegt hat, entzieht sich meinen Kenntnissen. Jedenfalls war er in der Fachpresse allgegenwärtig.Diese Bindertauben hielt ich eigentlich während meiner gan­zen Jugendzeit. Später, als nur noch die feinen Austellungs­tauben. mit denen ich manchen Erfolg buchen durfte, gefragt waren, mussten diese Flieger weichen. Das seine dazu beige­tragen hat auch der Wanderfalke der bei uns im Baselbiet zu dieser Zeit allgegenwärtig war. Allerdings nicht in der Häufigkeit wie wir Ihn heute antreffen.
In späteren Jahren, die Austellungszüchterei mochte mir nicht mehr allzusehr gefallen,( Diskussionen um Punkte, Inzucht-Erscheinungen, schlechte Aufzuchtergebnisse) beschloss ich wieder auf die Fliegerei umzustellen. Doch wo waren die Tau­ben geblieben ? Bei einem Herrn Madörin in Liestal machte ich dann wieder Wiener-Hochflugtauben der alten Manier ausfindig. Er, ein bereits betagter Mann hielt sich diese Tauben so zum Flie­gen, aber auch zum Ausstellen. Aus diesen eher groben, sehr hoch­stehenden, langesichtigen Tauben, wie sie auf alten Zei­chnungen dargestellt sind, züchtete ich mir dann durch stre­nge Selektion wieder echte Hochflugtauben.
Später erhielt ich dann von Hans Wettach einen einzelnen Täuber, ich glaube ein gekranzter, der dem heutigen Fliegertypus entsprach. Danach wurden bei mir Tauben von Herrn Holliger aus Staufen und ebenfalls Tauben die mir Hans Wettach be­sorgte eingekreuzt. Mit dieser "Wiener-Mischung" hatte ich beachtliche Flugergebnisse. Und ich glaube, mit diesen Tie­ren den Grundstein für die heutige Wienerzucht gelegt zu haben. Einige Jahre später zogen dann die ersten Krombach-Tauben auf meinem Schlag ein. Diese Tiere züchtete ich rein weiter und sie unterschieden sich eigentlich nicht von den meinigen. Später wurden dann die beiden Linien auch ge­kreuzt, aber immer so, dass noch reine Tiere der alten Li­nien übrig blieben. Ich glaube sagen zu dürfen. dass alle Nach­zuchttiere ausnahmslos flogen. Sogenannte Nieten, die man nur mit Gewalt in die Luft brachte waren mir total unbe­kannt. Vor  ca. zehn Jahren erstand ich mir abermals ein Dutzend Jungtiere von einem bekannten deutschen Züchter.
Leider zeigten sich bereits beim Einfliegen der Jungtauben, dass nicht alle zu fliegen gewillt waren. Sie mussten förm­lich gejagt werden. Noch heute, wenn mal ein pupertierender
Jungtäuber so einfach im Sturzflug aufs Dach zurückkehrt, weist sich durch die Stammbaumkontrolle immer wieder der gleiche Ahne aus. Fast vergessen habe ich die gestrichten Wiener Hochflieger, deren Ahnen noch oestereichische Ringe trugen. Diese Tauben habe ich immer rein erhalten, obwohl aus diesen Tie­ren immer wieder Hellstörche fielen, die sich von den andern durch nichts unterschieden.
Heute besitze ich Tauben, die einem wahrlich Freude machen. Sei es in der Zuchtfreudigkeit, im feurigen Flug der seine Grenzen bei 2 bis 3 1/2 Stunden hat, dafür aber dem echten Wiener Stil entspricht, wie ich in aus meiner Jugendzeit in Erinnerung habe. Sehr grosse Freude bereiten mir immer wie­der Neuzüchter die ich mit jungem Tiermaterial austatten darf. Ich glaube sagen zu können, dass ich nur positive Re­aktionen erleben durfte, zumal ich oft die eigens geschrie­bene "Betriebsanleitung" für meine Wiener Hochflugtauben mitlieferte. Trotz meinem jeweiligen Rücknahmeangebot musste ich noch nie nicht­fliegende Tauben zurücknehmen.




_____________________________________________________________________________

An den Kindern sieht man bekanntlich am Besten wie die Zeit vergeht! 


Mein erster Enkel Marc mit zwei zukünftigen Himmelsstürmern.


Marc, 6 jährig, mit seinen beiden Kingtauben, einer amerikanischen Taubenrasse. Auch heute als ausgewachsene Tiere sind diese Tauben noch total handzahm und ideale Pfleglinge für Kinder. Vielleicht erbt ja  eines meiner vier Enkelkinder die Begeisterung des Grossvaters für die Taubenzucht. 

 

Mittlerweile ist der Schlingel 12 Jahre alt und lässt sich hier von seinem arabischen Trommler Pacco am Ohr kraulen. Marc's Haupt-Interesse gilt einem andern Flugsport, der Modell-Fliegerei, die er mit seinem Vater leidenschaftlich betreibt. Währenddessen ein Modell-Crash schon ins gute Geld gehen kann, reproduzieren sich unsere "Flugkörper" (Zitat Brieftaubenregelement schweizerische Armee) von selbst.  

 

 
Top