Home
Ueber uns
Meine Taubenrassen
Schlaganlage
Pflege   Training  Aufzucht
Events  Aktuell  Links
Gästebuch
 



Training und Fütterung meiner Hochflugtauben

Alle Tauben haben einen mehr oder weniger grossen Heimkehrdrang. Sie bleiben also mit dem Schlag in dem sie geboren und aufgewachsen sind eng verbunden.
Tauben sind daher eine Haustiergattung, die wirklich artgerecht gehalten werden kann. Man könnte ihnen, je nach Umgebung,  unbegrenzten Freiflug bieten, die Tiere bleiben standorttreu. Nun kennen wir von Tauben, wie von vielen andere Lebewesen auch, die unangenehmen Eigenschaften ihrer Hinterlassenschaften. Stadttauben haben deshalb ihren schlechten Ruf und sind vielerorts verhasst. Liessen wir unsere Tauben einfach gewähren, würden sie ähnliche unangenehme Unarten annehmen.

Wie der Name Hochflugtauben aussagt, haben diese Taubenrassen einen grossen Bewegungsdrang und fliegen, durch ihre über Jahrhunderte gefestigten Eigenschaften sehr gerne und bei  entsprechender Wetterlage in Höhen, in denen sie sogar unseren Blicken entschwinden können.
Diesen Flugdrang fördern wir, in dem wir unsere Hochflieger nur begrenzt in den Freiflug entlassen. Einmal in ihren Abflugkasten getrieben, stehen sie wie Primaballerinen auf ihren Zehenspitzen und warten mit  zitternden Flügeln, bis sich der Ausflug öffnet und sie sich stürmend in die Lüfte erheben können.

Jungwiener im Abflugkäfig.                                                         

Haben sie ihren Flug beendigt, kehren die Tauben im Idealfall sofort wieder  in ihren Schlag zurück.  Eine besondere Vorrichtung ermöglicht den heimkehrenden Tauben in den Schlag einzuspringen, ihn aber nicht mehr zu verlassen.
Durch einen geordneten Betrieb meiner Taubenzucht hatte ich nie Probleme mit meinen Nachbarn. Ihnen bin ich natürlich sehr zu Dank verpflichtet. Für ihr Verständnis und ihre Nachsicht, wenn sich gleichwohl mal eine noch nicht eingewöhnte Jungtaube auf ihr Dach oder Fensterbrett setzt.
Ich habe vor Jahren, in einer engen Wohnsiedlung, Versuche mit Kleinstschlägen unternommen. Meine Nachbarn haben dort lange Zeit kaum bemerkt, dass ich Tauben hielt. Hätte ich nicht, wie es uns Flugtauben-Liebhabern eigen ist, halt ab und zu lange in die Luft gestarrt, wären die Birmingham-Roller die ich dort einsetzte, vermutlich unbemerkt geblieben. Ich kenne in meiner Nähe Beispiele von gut funktionierender Taubenhaltung. So in einem neueren Reihenhaus mit Minigarten. Walter Stettler in Binningen fliegt seine Tauben vom Balkon eines Mehrfamilienhauses.  Ich schreibe dies, weil ich weiss, dass sich viele Leute beklagen keine Haustiere mehr halten zu können. Sie möchte ich eigentlich ermuntern, nach ausführlichen Informationen, einen Versuch zu wagen.

Vom Flug zurückgekehrte Wiener Hochflieger. Durch  Pfiffe und rasseln mit der Futterbüchse werden sie in den Schlag gelockt.

Jahrgang 2006 frisch von den Eltern abgesetzt.

Wie erreiche ich aber einen so genannten geordneten Betrieb?                                              Es geht fast alles über das Futter. Lasse ich satt gefütterte Tauben  fliegen, werden sie sich bald auf ein Dach setzen und die Umgebung geniessen. Darum kommt es sehr auf das Fingerspitzengefühl des Züchters an. Füttere ich zu wenig werden die hungrigen Tauben bald wieder in den Schlag einspringen, in der Erwartung eine Ration Futter zu erhalten. Das Mittelmass ist gefragt, die Tiere müssen in einer Form sein, in der sie gerne fliegen. Ihr Appetit muss aber nach dem Flug wieder so gross sein, dass sie hungrig heimkehren und demzufolge auf den  Ruf oder Pfiff ihres Chefs reagieren. Gefüttert wird dann bei mir erst am späten Abend. Wüssten sie nämlich, dass sie nach beendetem Flug sofort  verköstigt würden, würde ihre Flugzeit entsprechend kürzer ausfallen.  Wiener Hochflieger sind sehr clevere und schlaue Tiere. Sie durchschauen gewisse Zusammenhänge nach kurzer Zeit.

Natürlich kommt es nun noch auf die Zusammensetzung der Futtermischung an. Auch Spitzensportler müssen sich gezielt ernähren, wollen sie erfolgreich sein. Diese Rezepte bleiben oft Geheimnis der Züchter. Selbstverständlich müssen Tauben die nicht dauernden Freiflug geniessen auch mit andern Stoffen wie Grünfutter, Mineralstoffen, Vitaminen etc.  versorgt werden um gesund und vital zu bleiben.

Doch wozu all dieser Trainingsaufwand?
Unter Hochflugtauben-Züchtern werden Konkurrenzen ausgeflogen, bei denen es darauf ankommt, wessen Tauben wie lange, wie hoch fliegen. Ein speziell ausgebildeter Preisrichter, der auf den Wettflugtag aufgeboten wird, begutachtet und bewertet den Flug nach einer vom Spezialverein festgelegten Wettflugordnung.

Leider war es mir in den letzten Jahren nicht mehr möglich einen gültigen Wettflug zu absolvieren. Die Wanderfalkenpopulation, die durch unnatürliche Förderungs- und Schutzmassnahmen übermässig gewachsen ist, lässt es kaum zu, einen Flug ohne Raubvogel-Attacken zu absolvieren.  

Hochflugtaubenstich im Anflug nach ihrem täglichen Trainingsflug.

So sollen Wiener Hochflieger fliegen! Im nachstehenden Link sehen Sie den, den Wienern eigenen Flugstyl mit seinen rassigen Kehren und Wendungen. Viel Vergnügen! Hier mal ohne steifes Genick vom in den Himmel starren!

http://www.youtube.com/watch?v=5orgJiJ-FnA



Kiebitze bei der Morgentoilette nach einem Regenguss.

Die Bilder oben und unten zeigen meine Zuchttauben mit Jungtieren im Freiflug. Die Emsigkeit mit welcher die benachbarten Flachdächer und Grünflächen bepickt werden, zeigt auf, dass wir, auch bei noch so reichhaltigem Futter- und Zusatzangebot, niemals den Freiflug ersetzen können.

Die Zuchttauben geniessen ihren Freiflug! In den letzten Monaten waren die Verluste durch die Greife relativ gering im Vergleich zu den Vorjahren.



Einige Bilder aus der Kinderstube meiner Tauben.

Dunkelstorch- Täubin mit ihren 2 Tage alten Kücken.



Obige 2 Tage alte Kücken, die von ihren Eltern sehr gut versorgt werden. In den ersten Lebenstagen erhalten die Jungen die sogenannte Kropfmilch, ein Sekret, das sich während der Brutzeit im Kropf der Alttiere bildet. Durch die Haut sieht man die käsige Masse durchschimmern

Sehen wir nicht fit aus? Kranzhalsige Täubin mit ihren Kücken.

Portrait einer Dunkelstorch-Mutter mit Jungen.



Im Gegensatz zu Nestflüchter-Kücken, sehen junge Tauben, mit ihren stachligen Kielen(Nesthocker) nicht unbedingt sehr niedlich aus. Kleine Deres im Alter von ca. 6 Tagen.   An der Farbe der Federkiele sieht man bereits die Gefieder-Farbe.

Links Wiener Hellstorch, rechts schwarzer Kiebitz. Sie sind an der Farbe der Kiel unschwer auseinander zu halten. Im Alter von 6 Tagen wird bereits vorverdautes Körnerfutter zugefüttert.

Bei diesen hellgestorchten Geschwistern lässt sich die zukünftige weisse Farbe unschwer erahnen.


Junge Hellstörche    Juli 2011

Kiebitz blau, das wolkige Gefieder färbt sich nach der Mauser in ein schönes taubenblau um. Aus Unkenntnis  musste schon manches Jungtier bei Ausstellungszüchtern sein Leben lassen.




Gansel mit Nachzuchten




 






 
Top