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Besuch aus dem fernen Elsass

Am 2. November durften wir, Christian, Samu und meine Wenigkeit, Roby Lung, den Wienerhochflug-Spezialsten aus Ingwiller im Elsass, bei uns im Baselbiet begrüssen.

Mit einem Schlagbesuch bei Christian begann die kleine Runde. Bei Christian fliegen einige Wiener aus Roby’s Zucht. Eine Flugdemo seiner Wiener Gespitzten, endete schnell mit dem  Auftauchen eines Wanderfalken. Zum Glück ist er erfolglos abgezogen und hat sich vermutlich dem ebenfalls über Zunzgen kreisenden Brieftaubenstich gewidmet.

Zum Mittagessen ging’s auf unseren Hausberg. Die Aussicht von der Kanzel der Sissacherfluh begeistert sogar uns „Eingeborene“ immer wieder, geschweige denn „Touristen“. Der Blick über das schöne Oberbaselbiet ist ja auch gewaltig! Leider hat sich das Alpenpanorama wie so oft, hinter einem Nebelschleier, versteckt.

Dank meiner Blitzidee vom Vorabend, eine WhatsApp-Nachricht an unsere Wienerleute zu versenden, haben sich  spontan weitere Hochflug-Freaks angemeldet. Wie zu erwarten habe ich auch einige Leider-Absagen erhalten. Der Beruf geht ja auf jeden Fall vor!

Nach dem Mittagessen, Franco stiess ebenfalls zu uns, ging es zurück zu meinen Tauben. Fritz und Pesche erwarteten uns bereits im Garten!
Wenn ich schon mal 4 Wertungsrichter gleichzeitig bei mir begrüssen durfte, wollte ich auf jeden Fall einen Flug meiner Himmelsstürmer von 8 Augen werten lassen. Nach dem Start zog der Stich sofort geschlossen und rassig auf Höhe. Aber nicht lange! Leider schlug der Wanderfalke auch bei meinen Tauben sofort zu und verstreute den Schwarm in alle Himmelsrichtungen. An eine Wertung war so nicht mehr zu denken, da der Räuber immer wieder störte und einen gültigen Flug nicht mehr zuliess.

In der wohligen Wärme unserer Stube, bei guten Gesprächen über Tauben, bis zum Video über einen sich selbst peitschenden Pfarrer, ging der Nachmittag nur zu schnell vorbei.

Vielen Dank für den gemütlichen Tag mit euch!

Peter Berger

Meine ersten Wertungsflüge 2017

Nachdem meine beiden Stiche, beide um die 30 Jungtauben, ansprechende Resultate flogen, bat ich unseren Zuchtfreund und Wertungsrichter Samu die nachstehenden Flüge zu werten. Es sind Hellstörche meiner Linien, Krombachs und 8 blaue Tauben aus 2 Zuchtpaaren. Start jeweils vormittags, was mit den jetzigen heissen Wetterbedingungen keine längeren Flüge erwarten lässt.

Mein 2. jüngerer Stich flog abends gegen 3 Stunden, aber da war, es ist ja immer so, kein Richter zugegen!

Nun hier meine erste Vorgaben:

21. August 2017   28 Wiener Hochflugtauben                                           391 Punkte   93 Minuten   4.2 Index    Richter: Samu Baumgartner

07. August 2017     24  Wiener Hochflugtauben                                        301 Punkte   77 Minuten   3.9 Index    Richter: Samu Baumgartner

 

Zu Besuch bei unserem Zuchtfreund Roby Lung.


Wenn ich mir estwas in den Kopf gesetzt habe, so versuche ich es auch durch zu ziehen. Dazu gehörte ein lange versprochener Revanche-Besuch bei Roby Lung im Elsass, der für 2016 vorgesehen war.

So geschah es, das Christian, Samu und ich am 21. Dezember, kurz vor Weihnachten aufbrachen,  nicht wie damals die 3 heiligen Könige aus dem Morgenland, um das Christkind zu suchen , sondern um unserem versierten Wienerzüchter und Flugrichter, Roby, im heimeligen Ingwiller einen Besuch abzustatten.

Wir  haben das Baselbiet bei strahlendem Sonnenschein hinter uns gelassen, um dann ab Basel nur noch eine dicke, neblige Wolkendecke über uns zu haben.

Dafür wurden wir dann von Roby und seiner charmanten Doris in ihrem pittoresken Heim, ganz herzlich empfangen.
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Uns interessierten natürlich zuerst die Anlage, die ich bis dahin nur von Bildern kannte, Ja da könnte man fast neidisch werden, ob dem Platz, der da dem Züchter und vor allem den Tauben zur Verfügung steht.

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An Gesprächsstoff fehlt es, wie wir wissen, bei unserem Hobby,  nie. So wurde von Anfang an eifrig diskutiert.

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Ein Zucht-Abteil mit wunderschönen Wiener Hochfliegern, denen wirklich viel Raum zur Verfügung steht.

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Hier ein Abteil mit den Schwarz-gespitzten oder Geschwingten. Ein sehr attraktiver Farbenschlag der allen sofort ins Auge stach. Wiener Hellstörche, die mir zum Teil bekannt erschienen. Roby und ich haben nämlich letztes Jahr 3 Paare getauscht.

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Die roten Ciung, eine rumänische Flugtaubenrasse.

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Roby hat das Objekt, an dem ich schon lange herum studierte! Eine um die eigene Achse, drehbare Liege, die es erlaubt ohne aufzustehen, seine Position zu ändern um so seinen Tauben immer folgen zu können. Es fehlt nur noch die elektronische Steuerung und die zugehörige App auf dem Smartphone.

Nach einem herrlichen Mittagessen zu fünft,  in einer, in der Nähe, gelegenen Beiz, ging’s dann in die oberen Gefilde des Wohnhauses.dsc_1469

Im Estrich des typisch elsässischen Fachwerkhauses sind die Jugtauben oder die Flieger untergebracht.

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Ein Dachausflug wie wir ihn auch von alten Illustrationen kennen.

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In diesen blitzsauberen Estrich-Abteilen, aus denen die Flugtauben, Stich für Stich, in den gemeinsamen Abflugkasten geleitet werden können, haben wir nur ganz hübsche Wiener und einige Ciung, Robys Zweitrasse, angetroffen.

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Wie immer wenn es schön und interessant ist, verging die Zeit nur zu schnell und wir starteten zurück ins Baselbiet. Natürlich wie fast schon üblich, mit etwas Lebware im Kofferraum.

Vielen Dank Roby und Doris für den schönen Tag, den ihr uns da beschert habt. Wir kommen gerne wieder, wenn die Tage länger sind!

Noch ein Wertungsflug 2016 zum 2. Advent mit 433 Pt. 137 Min. und Index 3.16

Wertungsflug Wiener Hochflugtauben vom 3. Dezember 2016
433 Pt. 137 Min. 3.16 Index

Nachdem meine Tauben über die ganze Flugsaison immer stark vom Wanderfalken bedrängt wurden und daher kein ansprechendes Wettflugresultat resultierte, wollte ich meinen Hellstörchen noch einmal Gelegenheit geben, zu zeigen, was in ihnen steckt.

Als Züchter weiss man ja, was die Tauben leisten können! Leider muss man die schönsten Flüge meistens alleine geniessen . Also unternahm ich nochmals einen Anlauf, um  unsere Wertungsrichter zu aktivieren.  Erfreulicherweise haben sich alle bei mir gemeldet! Vielen Dank! Aus Vernunftgründen durfte der,  distanzmässig am Nächsten gelegene Samu, seines Amtes walten.

Bei bedecktem Himmel, einer Temperatur von +6° und relativ starkem Wind startete ich meinen Stich um 12.29 Uhr. Die 17 Hellstörche und 1 Dunkelgehämmerte zogen innert 8 Minuten in obere Höhe. Es wurde ein Flug der viel zu protokollieren gab. Also mit einigen Höhenwechseln. Der Wind liess dann etwas nach und der Himmel wechselte plötzlich zu einem mit leichter Bewölkung durchzogenen Blau. Die längste Phase in obere Höhe dauerte 51 Minuten, wovon 21 Minuten unsichtbar. Angriff eines riesigen Habichtweibes um 13.56 Uhr. Eine Taube stürzt und flüchtet in einen Baum. Prompt wird sie Opfer des Räubers! Der Rest fasst kurz darauf wieder zusammen und fliegt noch um die 20 Minuten weiter. Ein gestern verloren geglaubter Kiebitz fügt sich in den Stich ein. Alle landen gemeinsam nach 2 Std 17 Min.
Danke Samu für deinen Aufwand und deine Wertung!

Warme Klamotten waren für die Zuschauer dieses Fluges nicht die falsche Wahl! Den Akteuren in der Luft scheinen die kalten Temperaturen nichts anzuhaben.
Warme Klamotten waren für die Zuschauer dieses Fluges nicht die falsche Wahl! Den Akteuren in der Luft scheinen die kalten Temperaturen nichts anzuhaben.

 

Mein neues Gansel-Video September 2016

 

Diese Tauben sind immer wieder für eine Überraschung gut! Ihre variantenreichen Flugspiele, lassen mein Herz oft höher schlagen. Leider kriegt man nicht alles durch die Linse.

Allein ihre Färbung mit den grossen Kontrasten, bietet oft mehr tolle Effekte, im Spiel mit dem Licht der flacher stehenden Herbstsonne, als das Flimmern meiner Hellstörche!

 

Werbung für unser schönes Hobby!

Auffallen tun sie manchmal schon, meine fliegenden Tauben! Jedenfalls gewissen Leuten, die nicht , oder noch nicht mit Stöpseln in den Ohren oder dem Smartphone vor dem Gesicht durch die Gegend wandeln!

Zum Glück gibt es sie noch, Leute wie du und ich, die auch noch etwas von der Natur und allem was da „kreucht und fleucht,“ erhaschen.  So werde ich immer wieder auf meine Tauben angesprochen und oft auch richtig mit Fragen gelöchert! Natürlich gebe ich ja gerne Auskunft und erkläre meinem oft erstaunten Gegenüber, dass es keine Brieftauben, sondern Hochflugtauben seien und dass es noch hunderte andere Taubenrassen mit ihren einst angezüchteten Eigenschaften, Formen und Farben gäbe. Darunter meine langjährigen Favoriten, eine vom Aussterben bedrohte Spezie,  eben die rassigen Wiener Hochflugtauben!

Kürzlich, an einer folkloristischen Veranstaltung in unserer Strasse, kam ich mit  Heiner Oberer, seines Zeichens redaktioneller Mitarbeiter unseres Lokalblattes „die Volksstimme“ ins Gespräch. Der über uns in wilden Kehren anfliegende Taubenschwarm blieb auch ihm nicht verborgen. So kamen wir auf meine Tauben zu sprechen, was dann, wenig später zu unserem Interview führte.

Das Resultat kannst du unten lesen! Da ich ja viel mehr erzählte, als der gute Mann aufnehmen konnte, gibt es da eine kleine Ungereimtheit!  Fachleute wissen, das der Wanderfalke nicht, wie erwähnt,  10 Tauben aufs mal schlagen kann. Gemeint war natürlich dass er einige Tiere so verletzen oder verjagen kann, dass sie dann nicht mehr nach Hause zurückfinden. Es stimmt halt nicht immer alles so genau, was in der Zeitung zu lesen ist!

Anklicken zum Vergrössern!

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Nachzuchten 2016

 

28. April 2016 – 35 frisch abgesetzte Jungtauben!

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Noch etwas erstaunt blicken die zukünftigen Flieger in die Linse!
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Bin ich nicht ein hübsches Kerlchen?
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Auch ein schöner Rücken kann entzücken!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Nun gilt für die Jungmannschaft möglichst schnell futterfest zu werden! Die jungen Tauben picken nach allem was da herumliegt und ahmen den Geübteren vieles nach. Einige haben anfänglich oft Probleme die Tränke zu finden. Zugekniffene Augen sind ein Zeichen dafür! Hier hilft es , den Kopf des Täubchen schnell in die Tränke zu tauchen, was meistens mit gierigem Trinken quittiert wird.

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Ein mit Wasser gefüllter Teller in den die Tränke gestellt wird, hilft den Jungen das Wasser besser zu finden. Er wird jedoch rasch verschmutzt und sollte deshalb schnell wieder ausgewechselt werden.

Projekt Wiener Hochflug-Gansel 2016

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Bereits im „warmen“ Dezember 2015 habe ich meine 4 Gansel-Paare in einem separaten Abteil zur Brut schreiten lassen.  5 Jungtiere konnte ich als erste einfliegen, was sich als nicht ganz einfach erwies. Diese Jungtauben verweilten nicht lange auf dem Dach und hoben ab. Kreuz und quer wie das Wiener tun, stoben sie durch die Luft. Später waren sie ab und zu auf den umliegenden Dächern zu sehen, machten aber keinerlei Anstalten in ihren Schlag zurück zu kehren. Nach drei Tagen waren alle wieder anwesend und begannen alsdann auch mit dem Truppfliegen. Was sie von meinen Hellstörchen, mit denen sie nicht verwandt sind,  total unterscheidet ist, dass sie über grosse Strecken streifen. Manchmal blieben sie 30 Minuten weg, um dann in mittlerer Höhe wieder zu erscheinen. Natürlich kommt man in Versuchung zu denken, dass sie sich irgendwo niederliessen! Nachdem sie mir zweimal nach 150 und 200 Minuten in die Nacht flogen, bin ich überzeugt, dass sie das Fliegen im Blut haben. Flüge bis zu 4 Stunden waren in den letzen Tagen bald Gewohnheit. Letzte Woche, also Mitte April war der Falke da. Er war sofort nach dem Start, wie wenn er gewartet hätte, zu Stelle und ging auf Angriff. Am Abend waren wohl alle Tauben  wieder im Schlag, jedoch 2 verletzt, wovon die eine am Bauch genäht werden musste. Mal sehen wie es weiter geht. Schade wäre es vor allem um das schwarze Gansel (Bilder unten, oder im Beitragsbild oben im Zentrum , links davon das Nestgeschwister) Solche Tiere müsste man zurückhalten, um sie für die Zucht verwenden zu können!

Nachzucht 2016 aus dem roten Täuber von Roby Lung  und meiner blauen Täubin!

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Ein nahezu ideal gezeichnetes Gansel schwarz 16 D 604 mit bereits 4 stündigen Flugabsolvierungen!

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Baby-Gansel! Fast zu schön für die Risiken des Hochflugs!
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obiger Jungtäuber mit einer Tante. Zuchtpaar für 2017
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Ansprechend gezeichnete Gansel für die Zucht 2017

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dsc_1059 Wir sind noch nicht alle optimal gezeichnet!
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Aber im Flug halten wir mit den Hellstörchen mit!

Flughöhen unserer Hochflugtauben, ein Bericht von Jürgen von Ramin.

Haben, durch den Einzug modernster Messmethoden im Flug-Wettbewerb, Wertungsrichter bald ausgedient?

Während bei allen Sportarten, bereits seit Jahrzehnten, die Zeit mit Stellen hinter dem Komma gemessen wird, Distanzen mit Laser vermessen werden, begnügen sich Flugtaubensportler bis jetzt, noch immer der althergebrachten, subjektiven Messmethoden. Eigentlich geschätzten Werten, was die Höhen anbetrifft!

Die moderne Technik macht’s möglich. Jürgen von Ramin hat über seine Studien und Versuche mit einem Mini-Altimeter, einen sehr interessanten Bericht verfasst, den er in der Geflügelzeitung erscheinen liess und den ich Nicht-Abonnenten der GZ nicht vorenthalten möchte.

GZ Artikel Höhenmessung

 

Projekt Wiener-Hochflug-Gansel

 

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Elternpaar blau gespitzt. Bemerkenswert ist, dass die Täubin neben weissen Abzeichen, bereits ein dunkles Auge links und ein Perlauge rechts, besitzt.

Im Beitrag vom Juli 2015 habe ich über die grosse Ueberraschung berichtet, die mir obiges Zuchtpaar bereitet hat.

Heute bin ich einen Schritt weiter! Wie gross der Schritt aber ist, wird sich noch weisen! Vielleicht sind es noch viele kleine Schritte die ich vor mir habe, um die schon recht ansprechend gezeichneten Fluggansel, bis zur Reinzucht zu bringen. Ein Unterfangen, bei dem es gilt, die exzellenten Flugleistungen, die alle Ahnen und Nachzuchttiere des Ausgangs-Paares zeigen, zu erhalten.

Vom Elternpaar habe in der Saison 2015,  12 Jungtiere gezogen.  Teilweise durch  Ammenaufzucht, um diese Anzahl zu erreichen. Davon fielen 3 reine Gansel, 1 asymetisches Gansel mit blauem Flügel rechts. Diese 4 Jungtauben sind Täubinnen. Ein einziger Täuber zeigt Ansätze zum Gansel  und wie die 4 Täubinnen dunkle Kirschaugen. Die anderen Jungtiere sind alles Weiss-Spitzer mit Perlaugen. 

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Geschwister-Paar, Täuber mit Gansel-Anlagen!

 

 

 

 

 

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Täuber rechts zeigt Ansätze zum Gansel. Beide Augen kirschenfarbig.

 

 

 

 

 

 

 

Hier beginnt meine kleine Geschichte, die bei den doch grossen Distanzen, die wir Flugtaubenzüchter auseinander liegen, ohne moderne Kommunikationsmittel wie Internet etc. nicht so schnell zu verwirklichen gewesen wäre.

Nun aber,  wie verfährt man weiter? Meine Weiss-Spitzer sind verwandschaftlich sehr eng, in Linie gezüchtet. Ich brauche also neues Blut mit ähnlichen erblichen Voraussetzungen! Vor allem, die fliegerischen Anlagen müssen gegeben sein! Jürgen von Ramin  gab mir den Tip, mich an  Herrn Schwegel zu wenden. Er habe vom leider verstorbenen Zuchtfreund Karl Krombach, Schwarzspitzer übernommen und nun ebenfalls Gansel bei seiner Nachzucht erhalten. Bei Herr Schwegel waren aber besagte Tauben nicht, aber durch ihn wurde ich an Wolfgang Nitzschke in Spesbach, Rheinland-Pfalz, weitergeleitet. Er antwortete umgehend und bestätigte, dass aus seinen Schwarzspitzern auch teilweise Gansel-Nachzucht fallen würde. Spontan anerbot er sich, mir seine im Moment einzige  in Frage kommende Taube, ein blaues Gansel, zu überbringen, da er ja sowieso schon lange gerne bei mir vorbei kommen wollte. Sein Besuch, in Begleitung seines Zuchtfreundes Rheinhold, hat mich natürlich überaus  gefreut.

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Gansel-Täuber vorne von Wolfgang Nitzschke
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Gansel-Täuber rechts stammt aus Schwarzspitzern von Wolfgang Nitzschke.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei unseren interessanten Gesprächen durfte ich von Wolfgang erfahren, dass auch Roby Lung aus Ingwiller im Elsass, Schwarzspitzer von Krombach übernommen habe und seines Wissens in der Nachzucht z. T. Rote  Tauben mit „Ganselansatz“  gefallen seien.

Roby Lung, den ich kurz darauf kontaktierte, war ebenfalls sofort bereit mir zwei solche, in Frage kommende Tauben, zu überlassen.  Auch er überbrachte mir seine beiden Roten spontan und beehrte mich mit seinem Besuch. Wenn so eingefleischte Züchter aufeinander treffen, wird es nicht langweilig. So verstrich die Zeit nur zu schnell,  wie kann es anders sein, mit hochinteressanten Fachgesprächen und Erfahrungsaustausch, zum Thema Wiener-Hochflugtauben.

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Roter Täuber1 mit weissem Gesicht und weissen Anflügen am Flügelbug. Ansätze zum Gansel. Aus  der Zucht Roby Lung !
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Roter Täuber 1 von Roby Lung, DIe Täubin ist ein asymmetrisches Gansel.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nicht vergessen will ich Gerhard Krapf aus Berka Werra in Thüringen, der mir aus seinem bunten Wiener-Strauss ebenfalls 2 gescheckte Tauben mit Kirschaugen überlassen hat. Leider sind beide Täubinnen! Evtl. kann ich sie später verwenden. Bemerkenswert ist, dass ein befreundetes Ehepaar von Gerhard, die Tauben anlässlich einer Reise in die Schweiz, freundlicherweise überbracht hat.

Nun stehen sie da, die zukünftigen Zuchtpaare, vorerst auf dem Papier und meinen Bildern! Das Glück war mit hold, dass  sich diese 3 neuen Tauben alle als Täuber entpuppt haben. Ich bin gespannt, was aus diesen Paaren resultieren wird!  Sind es im Idealfall Gansel, vielleicht wieder Weissgespitzte, oder einfach Schecken? In einigen Wochen werde ich mehr wissen und die Bilder der ersten Nachzuchttiere hier einfügen.

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Roter Täuber 2 von Roby Lung
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Roter Täuber 2 von Roby Lung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Roby, überliess mir zudem 3 Paar ganz schöne Krombach- Hellstörche seiner Flugmannschaft und ging, mit einigen bewährten Tauben aus meinem Wettflug-Stich, auf die Heimreise. Das Ziel ist, die daraus resultierende Nachzucht mit den eigenen Tauben im Flug zu vergleichen und allenfalls auch zur Blutauffrischung in die eigenen Bestände zu integrieren. 

Es verbleibt mir im Moment allen beteiligten Zuchtfreunden, die mir spontan mit Tips, Rat und Tat beigestanden sind, ganz herzlich zu danken. Keine Selbstverständlichkeit, sind wir doch alle mehrere Autostunden entfernt.  Ob aus meinem Gansel-Projekt was wird, wird sich weisen. Leider besitze ich nicht genügend Räumlichkeiten, um mein Projekt im ganz grossen Stil durchzuziehen. 

Mein Ziel wäre, diesen alten, attraktiven, vermutlich beinahe ausgestorbenen Farbenschlag der Wiener Hochflugtauben, wieder zur Wettflugreife zu bringen!

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Portrait meiner Fluggansel-Täubin vom Geschwisterpaar

 

Die beiden nachstehenden Bilder sind  Gansel aus meiner früheren Versuchsreihe! Leider wurden sie seit Generationen nur noch in Volièren gehalten!

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Portrait eines Fluggansels, wie sie noch anzutreffen sind. Leider sind auch sie nur noch Ausstellungstauben.
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Gansel wie oberes Bild! Man beachte die Kopfform und den kurzen Schnabel.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im nachstehenden Video das ich auf auf YouTube entdeckt habe, sehen wir einen sehr grossen Stich geelsterter Flugtauben. polnische „Golebie Murzyny“ Die weissen Flügelspitzen erzeugen im Sonnenlicht einen ausserordentlich schillernden Effekt!

Genau so attraktiv sehen auch Wiener Hochflug-Gansel im Flug aus!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Flug-Video meiner Zuchttauben!

Meine Wiener Hochflug-Zuchttauben bei ihrem Flugspiel!

Noch vor kurzer Zeit war es undenkbar, unsere Zuchttauben, die gleichzeitig auch die Zucht-Reserve bilden, fliegen zu lassen. Zu stark war der Druck durch die geflügelten Feinde! Wenn Elterntiere geraubt werden ist auch in den meisten Fällen die nachwachsende Brut dem sicheren Tod geweiht. Während wir Taubenzüchter, bei bereits grösseren Kücken, künstlich nachhelfen können und die Jungbrut von Hand, mit viel Mühe und Aufwand, aufziehen können, haben unzählige Jungvögel in der Natur keine Chance hochzukommen. Sie verhungern elendiglich und unbemerkt in ihren Nestern!

Dies hat zur Folge, dass die meisten Taubenzüchter ihre wertvollen Zuchttiere fast nur noch in den Schlägen und Volieren halten können. Tauben zählen zu den wenigen, in Menschenobhut betreuter Tiere, denen noch ein wirklich artgerechtes Leben geboten werden kann. Infolge dessen, macht ein Festhalten der Tauben für uns Flugtaubenzüchter wenig Sinn. Diese Tauben wollen fliegen und sie tun dies wirklich freiwillig und haben offensichtlich ihre Freude an der Bewegung im freien Luftraum.

In meinem Video können Sie dies miterleben! Auch nach einigen Wochen Brut- und Aufzuchtzeit sind die Taube sofort wieder in Hochform und beweisen dies mit ihrem tollen, rassigen Flugspiel.

1. Wertungsflug – Samstag 5. Sept 2015 – 158 Min. – 648 Pt. – 4.1 Index

Ein gut gelungener Wertungsflug

Nachdem zwei Wettflug-Versuche kläglich gescheitert sind, flogen meine Tauben der 1.  Brut ein gutes, ansprechendes Resultat!

Eine Flugdauer von 158 Minuten mit einer Punktzahl von 648 und einem Index von 4.1, kann sich, bei rassigen Stilflugtauben, sicher sehen lassen.

Wie ich in meinem vorangegangenen Beitrag erwähnt habe, ist der ganze, sehr hoffnungsvolle Stich der 2. Brut entflogen, einfach abgedreht! Ein Versuch mit dem Stich der 1. Brut scheiterte am Samstag 29. August kläglich. Bei 32 Grad Hitze flogen die Tauben gerade einige Runden um alsdann sofort wieder zu landen. Ich habe meine Tauben noch nie so erlebt, hechelnd mit geöffneten Schnäbeln suchten sie sofort ihren Schlag auf.

Nun,  eine Woche später, bei einem Thermometerstand  um 16 Grad, waren die gleichen Tauben nicht wieder zu erkennen.  Um 16.24 Uhr startete ich meine Tauben. Sie zogen sofort nach oben und erreichten die Punkthöhe nach 6 Minuten. Dies obwohl zwei Tage zuvor, eine Taube dieses Stiches, vom Wanderfalken, kurz nach dem Start, in Haushöhe geschlagen wurde.

 

Leider trüben in letzter Zeit, hoffentlich nur durchwandernde Falken, die Freude an schönen Flügen!

Es wurde für mich ein nervenzehrender Flug! Nach sehr langer Unsichtbarkeit des Stiches, setzte zu allem Uebel leichter Regen und starker Wind ein und dunkle, nicht erwartete Wolken, schoben sich recht tief unter die obere, weisse Wolkenschicht. Wir wähnten meine Tauben zwischen diesen Schichten und ich fürchtete bereits wieder ein grosses Debakel.  Das durfte nicht wahr sein! Es kam zu meinem grossen Glück doch noch gut. Im Nord-Osten erspähten wir die 24 Pünktchen in höchster Höhe, aber nicht im Süd-Westen, wo wir den Stich zuletzt gesichtet hatten. Vermutlich sind die Tauben ganz clever der Wolkenbank ausgewichen und haben das schlechte Wetter umflogen. Die eng zusammen fliegende Schar liess sich etwas sinken um nach einer guten halben Stunde im oberen Bereich der mittleren Höhe , erneut auf Punkthöhe zu steigen. Alsdann entschwanden sie unseren Augen erneut.  Der grosse Unterschied war nun, wir hatten einen praktisch wolkenlosen, strahlend blauen Himmel über uns und dennoch  blieb der Stich lange Zeit unauffindbar. Samu Baumgartner, mein Wertungsrichter, erspähte ihn zuerst. Nun durften wir noch einen schönen Bilderbuch-Flug geniessen. Mit Schwenken und Wenden, szintillierend im Abendlicht, zogen die Tauben tiefer um nach der Landung innert 5 Minuten in ihren Schlag einzuspringen.

Ein wunderbares Gefühl, seine Tauben wieder im sicheren Schlag zu wissen!

Abgedreht! Wo sind meine Tauben geblieben?

IMG_1010Der Titel klingt ja nicht gerade gut! Leider ist am Sonntag 2. August 2015 ein Ereignis eingetroffen, das schon in alten Taubenbüchern immer wieder beschrieben worden ist. Das Abdrehen ganzer Stiche. Ein Phänomen das ich bereits in früheren Jahren erleben musste, aber in den letzten Jahrzehnten bis zum  letzten Jahr,  bei meinen Wienern nie mehr aufgetreten ist. Ja, ich habe sogar propagiert, dass meine Tauben abdreh-sicher seien.  Nun, man lernt bekanntlich nie aus!

Nachdem meine beiden Stiche der ersten und zweiten Brut, schon im sehr jungen Alter beachtliche Flüge zeigten, habe ich Samu Baumgartner angefragt, ob er bei mir einen Flug werten würde. Ich rechnete mit einem Flug um die zwei Stunden, aber mit gutem Index. Mit dem Wissen, dass auch ein Wanderfalke, der seinen Standort ziemlich weit weg haben muss und meine Tauben fast täglich , allerdings nach längerer Flugzeit angriff, durfte ich sicher einen Preisflugversuch starten.

Ich entschloss mich für den jüngeren Stich, der schon am Freitag 24. Juli, ein unerwartetes, heftiges Gewitter, durchflogen hat und nach ca. drei Stunden vollzählig um 21 Uhr 30 gelandet ist.

Am Sonntag starteten die Tauben verheissungsvoll. In nur 4 Minuten erreichten sie Punkthöhe, zeigten einen rassigen, allerdings ziemlich grossräumigen Flug und waren dann zeitweise unsichtbar. Nach 28 Minuten wurden sie das letzte Mal protokolliert und seither fehlt, trotz unserem, in den makellos blauen Himmel Starren, jede Spur. Bis heute ist leider keine Taube zurückgekehrt!

Und, obwohl auch in den alten Büchern steht, dass Wiener Hochflieger gut züchten und solche Verluste zu verschmerzen seien, tut es mir sehr weh und ich möchte schon wissen, wo eine solche Menge Tauben abgeblieben ist.

Es handelt sich  um Ringnummern zwischen CH8  15   B633 – B 668. Alles Hellgestorchte und 2 Blaue.

Deine Mitteilung würde mich sehr freuen!     Natel 079 459 21 59

Die magere Bilanz dieses unglücklichen Fluges

05. Aug. 2015 Taube 15 B 644 ( Bild )ist bis jetzt als einzige, in guter Verfassung zurückgekehrt.

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15 B 644

 

16. Aug. 2015  also genau 14 Tage nach dem Verlust der Tauben, wurde mir eine verletzteTaube von einem sehr netten, besorgten Herrn aus Freiburg  i. B. gemeldet. Leider ist sie noch am selben Tag eingegangen.

4. Sept. 2015 ein Monat nach dem Abdreh, hat eine weitere Taube 15 B 648 zurückgefunden. Die blaue Taube stand heute Abend bei der Fütterung vor dem Einflug. Wohlgenährt in bester Kondition! Auf welchem Schlag war sie wohl? Und ist nun ausgebüxt!

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Also wo ist der Rest! Wenn Dir die Tauben gefallen, ich schenke sie Dir, aber melde Dich, ich möchte wirklich wissen wo meine Tiere abgeblieben sind. Rein aus Forscher-Interesse!

Eine sprichwörtlich schöne Ueberraschung! Fluggansel!


Die grosse Uberraschung schlechthin, hat mir mein blaues, weiss gespitztes Zuchtpaar (Bild oben) bereitet. Für das Zuchtjahr 2015 stellte ich meinen einzigen verbliebenen Täuber an eine Täubin (rechts oben), die ich von einem befreundeten Züchter zurück bekommen habe, nachdem in meiner Zucht keine passende Täubin verfügbar war. Samu, vielen Dank!

Eigentlich wusste ich, dass die beiden verwandschaftlich sehr nahe stehen. Die Aufzeichnungen in meinem PC zeigten, dass der Vater des Täubers und der Grossvater der Täubin identisch sind. Nur welcher Züchter liebt es nicht, Experimente zu starten?

Noch im frühen Frühjahr wurde ich von einem  Interessenten aus Lichtenstein derart bekniet,  bis ich einwilligte, ihm dieses, in meiner Zucht einzige und etwas aussergewöhnliche  Zuchtpaar, zu überlassen. Glücklicherweise hat sich dann besagter Mann nicht mehr gemeldet und die Tauben blieben somit auf meinem Schlag.

Vermutlich war es eine Fügung, die sich für mich zu einer wunderbaren Sache entwickelte.

Das erst Gelege, kurz nach der Verpaaarung unterlegte ich meinen arabischen Trommlern. Es wurden, wie nicht anders erwartet, zwei normal gespitzte Tauben!

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3 verbliebene Tauben der ersten beiden Bruten. Die Täubin rechts mit gescheckten Kopf hat ein Perlauge
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das linke Auge ist dunkel, wie beim Muttertier!

 

 

 

 

 

Die reguläre Brut im Zuchtschlag brachte ebenfalls ein gespitztes Pärchen. Dann die nächste Brut! Nur ein Jungtier schlüpfte und entwickelte sich, welche Ueberraschung,  zu einem herrlichen blauen Gansel, wie die Elsterzeichnung bei den Wiener-Rassen genannt wird.

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Das erste Gansel der Serie!

Nun war natürlich mein Interesse geweckt! Die folgenden Eier schob ich unter ein Kiebitz-Paar und wieder entwickelten sich ein Gansel und ein farblich, asymmetrisch geschecktes Junges. Diese Taube ist von der echten Seite betrachtet ein Gansel, der andere Flügelschild ist blau gescheckt mit schwarzen Binden.

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rechts gescheckt mit Binden
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von links ein perfektes Gansel

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Ein von den Eltern aufgezogenes Gelege brachte wiederum ein reines Gansel sowie ein mehrheitlich blaues Geschwister.

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2 Nestpaare, rechts das 1/2 Gansel wie oben, 2. von links Schecke.

 

In der Folge ein weiteres, ungleiches und das jüngste Nestpaar!

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Gansel links und blau gespitzt rechts!

 

Ich bin gespannt, ob und wie weit sich dieser Farbenschlag in der Folge festigen lässt.

Vermutlich  würde dies die Renaissance, einer  ausgestorbenen Hochflug-Rasse bedeuten. Wer hat noch Wiener mittel/langschnäblige Wiener Hochflug-Gansel, die wirklich noch die vorzüglichen, ureigenen Flugeigenschaften besitzen?

Die Ausgangstiere, sowie die bisherigen gespitzten Nachkommen, sind allesamt Superflieger, die sich zudem durch ein sehr gutes Heimfinde- und Orientierungsvermögen auszeichnen.

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Vielleicht hast Du schon ähnliche Erfahrungen gemacht! Ich freue mich natürlich über jede Zuschrift!

Gansel-Trio
Gansel-Trio

 

 

Zuchtpaare 2015

 

Meine Zuchtpaare für 2015 sind zusammengestellt und verpaart! In diesem Jahr liess ich die erfolgreichen Paare von 2014 praktisch alle zusammen.  Nach dem Motto: “ Never change a winning team“!

WIENER HOCHFLIEGER

Mit den blauen und dunklen Wiener Hochfliegern experimentiere ich sehr gerne. Sie führen alle Blut meiner Hellstörche, werden aber nicht in diese zurückgekreuzt.

 

ALTÖSTERREICHISCHE FLUG-KIEBITZE

Diese, in der Schweiz sehr seltene Rasse, hätte eine eine grössere Verbreitung verdient. Ernsthafte Interessenten  für die Zucht dieser sehr angenehmen und flugfreudigen Taubenrasse, dürfen sich gerne bei mir melden!

Wertungsflug 3 2014, 1017 Pkt. 213 Min. Index 4.4 – 189 Min. Preishöhe

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3. Wertungsflug vom Samstag 22.  November 2014

Nachdem mein toller Stich der 2. Brut, der konstant zuverlässige Resultate geflogen hat, kurz nach dem Wertungsflug vom 14. August auf Nimmerwiedersehen entschwunden ist und nur 6 von 21 Tauben den Weg zurückgefunden haben, blieb mir ein ebenso grosser Stich der 1. Brut, der sich bis anhin nicht mit besonderen Leistungen auszeichnete.  Meine ganze Konzentration richtete sich nun auf die verbliebenen Tauben. Ich wusste ja, dass im November oft noch wunderbare Flüge zu erwarten sind. Gute Wetterkonstellation vorausgesetzt, kann ich meine Tauben bis zu den Wintereinbrüchen mit den ersten Schneefällen, fast täglich fliegen lassen.

Dazu kommt, dass wie bereits gesagt, der grösste Feind unserer Tauben, der Wanderfalke, im Moment glücklicherweise nur noch vorübergehend Präsenz zeigt.

Nachdem besagter Stich plötzlich unglaubliche Fluglaune zeigte, er flog als beste Trainingszeit 4 Stunden 26 Minuten, wovon mehr als 3.5 Stunden in Höhen wo die Tauben nur noch mit dem Fernglas auszumachen waren, musste unbedingt nochmals ein Fachmann ans Werk! Unser sehr versierter Zuchtfreund Christian Wingeier sagte mir spontan zu, am Samstag 22. Nov. 14, den Flug meiner Mannschaft der vermeintlichen 2. Liga, zu werten.

Christian an der Arbeit!
Christian an der Arbeit!
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Wo sind sie wohl?

 

 

 

 

 

 

Den weiteren Verlauf  entnehmen sie bitte  der Mail von Christian an Hochflug-Obmann Peter Reinhard

Zitat:

Hallo Pesche
Im Anhang stelle ich dir das Protokoll der Hochflug-Abnahme vom Samstag bei Peter Berger zu.
Es ist was los in der Hochflugtaubenszene! Und für einmal sind es nicht Junge die die Musik machen, sondern junggebliebene Rentner, die der Ehrgeiz gepackt hat und ihre wieder gewonnene „Freizeit“ sinnvoll nutzen.
Glaub wir zwei müssen schauen, dass wir uns auch pensionieren lassen können 🙂
Noch nie gab es in der Geschichte VSF drei Hochflugabnahmen in einem Jahr mit über 700 Punkte!
Der Flug am Samstag war seeeeehr gut, auch wenn der Start dies nicht hätte erahnen lassen. Peter hatte dem Team eine bereits für die Zucht 2015 vorgesehene Täubin zu gefügt mit dem Gedanken, dass mit 21 Tieren am Start, 7 landen dürfen ohne dass der Flug als beendet gilt. Diese Täubin wollte aber gar nicht fliegen und landete bereits um 11:22. Zwei Minuten später sah es danach aus, dass der ganze Stich landen würde. Doch sie zogen ab und verharrten weiter in unterer Höhe. Um 11:39 erreichten sie endlich Mittlere und von da war die Handbremse gelöst und die „Post“ ging ab. Auch Peter löste sich sichtlich! Vorher liess er sich schon mal zum Satz hinreissen, dass er NIE mehr einen Wertungsrichter bestelle! Glaub, dies hat sich nun erledigt 😉
Ab 12:17 flogen die Tauben auf unsichtbar. Mit dem Fernglas konnten der Stich verfolgt werden und ab und zu waren die Tauben mit blossem Auge zu sehen. Ein kleiner Schwenker und schon waren sie wieder verschwunden. Einfach herrlich!
Da die Tauben konstant die Position hielten, war die Kontrolle einiges einfacher und trotzdem ging das Hochstemmen des Fernglases in die Arme.
Für mich eher überraschend war der schnelle Abstieg. Vermutlich lag dies schon etwas an der fortgeschrittenen Tageszeit. Für den Index war dies natürlich positiv und der Langsamstart damit wieder wettgemacht.

Zitat Ende

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Das Genick schmerzt schon langsam!


Wo sind sie?
Die Punkte werden gezählt

 

 

 

Resultat: 1017 Pkt.  213 Min.  Index 4.4

pdf flugprotokoll peter berger 22.11.2014

Meine Freude über den speziellen Flug ist natürlich riesengross! Ganz herzlich bedanke ich mich bei Christian, der  geplante Samstags-Arbeiten an seinem Taubenschlag spontan sausen liess und sich einmal mehr für unser schönes Hobby einsetzte!

 

 

 

 

Wertungsflüge 2014, 1. 725 Punkte, 200 Min. Index 3.63 – 119 Min. Preishöhe und 2. 300 Punkte, 85 Min. Index 3.53 – 52 Min Preishöhe

 

Wertungsflüge die mein altes Züchterherz höher schlagen lassen!

Nach einem sehr schönen Flugsommer, nicht was das Wetter betraf, aber mit vielen, ungestörten Trainingsmöglichkeiten, wie ich sie seit Jahrzehnten nicht mehr erleben konnte, durfte ich in diesem Spätsommer viele Super-Flüge meiner Tauben geniessen. Die zu zahlreichen Wanderfalken scheinen nämlich unsere Gegend verlassen zu haben! Wie oft habe ich mir in solchen Momenten einen Flugrichter oder sachverständigen Kollegen herbei gewünscht. Nicht dass es mir um das Einheimsen von Preisen ginge, aber wer möchte das Flugvermögen, ja die Leistung und damit das Können seiner Flieger, nicht wieder einmal bestätigt wissen. Mein Stich der zweiten Brut ist besonders aufgefallen, blieben doch diese Tauben seit Wochen  immer wieder um die 3 Stunden in der Luft, wovon bemerkenswert hohe Zeit-Anteile unsichtbar hoch oder in Punkthöhe.  (Die einzelne Taube ist nur noch als Punkt wahrnehmbar, oder hier resultieren die höchsten Punkte).


Samuel Baumgartner
Samuel Baumgartner

Samu Baumgartner, frisch gebackener Flugrichter, erklärte sich bereit, am Samstag 30. August 2014 , den Flug meiner Tauben zu bewerten.

 

 

 

Trotz eines, von  den üblichen Trainingszeiten verspäteten Startes, zogen die Tauben sofort auf Punkthöhe. Wären sie nach dem Abstieg nicht noch etwas in der unteren Höhe herumgebummelt, wäre auch der Index besser ausgefallen.

Wertungsflug vom 14. August 2014:  725 Punkte, Zeit 200 Min. Index 3.63

pdf flugprotokoll peter berger, 30.08.2014

Wertungsrichter Samu Baumgartner in hoher Konzentration den Himmel absuchend.
Wertungsrichter Samu Baumgartner in hoher Konzentration, den Himmel absuchend.

 

 

 

 

 

 

Uebrigens, alle nachstehenden Aufnahmen habe ich mit meiner Nikon D7000 mit Tamron Zoom-Objektiv 18 -270 also mit 15-facher Vergrösserung heran gezoomt.

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mit unbewaffnetem Auge, waren die Tiere oft nicht mehr sichtbar!
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oder verschwanden in den Wolkengebilden!

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Gegen Ende des Fluges wurden die  Schwenker und Achter auch etwas ruhiger.  Die Tauben schalteten auf Sparflamme oder in einen höheren Gang und zogen Kreise, wie man es bei Tipplern oder meinen Kiebitzen gewohnt ist.

Meine Annahme, dass es sich bei den rassigen Schwenkern auch um eine gewisse Unsicherheit und Abwehrreaktion handeln muss, hat sich in dieser Saison bestätigt. Die Wanderfalken scheinen unsere Gegend als Standvögel, hoffentlich nicht nur vorübergehend, verlassen zu haben. Nun fliegen meine Tauben, irgendwie unbekümmert und lustvoll, diese für meine echten Wiener doch ungewohnt, langen Flugzeiten.

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Flugstich 15. August 2014

 

Wertungsflug vom 4. Okt. 2014:

300 Punkte, Zeit    85 Min. Index 3.53

pdf flugprotokoll peter berger, 04.10.2014

Die Tauben waren während meiner Ferien 3 Wochen im Schlag. Allerdings wähnte ich sie, nach 10 Tagen Training, bereits wieder in Form. Leider verliessen einige Tiere den Pulk in Punkthöhe ohne sichtbaren Grund.  Am Folgetag wurde mein 2. Stich ebenfalls in Preishöhe von einem Falken angegriffen. Dieser Raubvogel dürfte auch gestern der Grund für den kürzeren Flug gewesen sein!

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Wiener Hochflieger als Glücksbringer!

Wiener Hochflugtauben als Hochzeitstauben und Glücksboten!

Leider muss ich viele Brautleute enttäuschen, wenn sie bei mir für Hochzeitstauben nachfragen. Der Grund ist:  Hochflugtauben besitzen nur ein begrenztes Heimfindevermögen. Um meinen Wohnort ist das kein Problem. Hier fliegen meine Tauben täglich ihre Trainingsrunden über dem Schlag. Weisse Brieftauben sind da viel geeigneter. Sie können bei entsprechendem Training über grössere Distanzen in ihren Schlag zurückfliegen. Gleich zwei Teams meiner Hochflugtauben durften, ich glaube zur Freude der Brautleute und  der beiden Hochzeitsfamilien, an diesem herrlichen Tag, in den klaren Himmel starten!

Einige Bilder der beiden Hochzeiten vom 9. August 2014

klicke bitte jeweils ins Bild!

Jessica und Oliver

Fotos:  Georg Sutter und Michael Huber

Eigentlich tun meine Tauben so was nie! Vermutlich war diese Taube aufgeregter als die Braut. Zum Glück konnte der Schaden schnell behoben werden. Irgend eine männliche Stimme meinte trocken:          “ Das Kleid wird ja nachher nicht mehr gebraucht!“

 

Damaris und Matthias

Fotos: Marc Gilgen

Im Wissen um das Missgeschick mit der sch… Taube an der vorangegangenen Hochzeit, streckt Damaris ihre  Arme weit nach vorne. Alles bestens! Doch schau selbst!

Ein kleines Movie aus meinem i-Phone!

http://youtu.be/Q2aaniGHsuE

 

Ein ganz herzlicher Dank geht an unseren lieben Freund Horst, vom Restaurant Stöpli in Sissach. Er hat sich spontan als Glücks-Tauben-Magier zur Verfügung gestellt und seine Aufgabe professionell und mit Bravour gelöst.  Als würde er dies jeden Samstag tun!

Merci vielmol!                                                                                                                  (Unter uns: „Er hatte auch zum ersten Mal eine Taube in Händen“)

 

Einige Erfahrungen und Tipps, im Umgang mit den wunderbaren Wiener Hochflugtauben und ihrem grössten Feind, dem Wanderfalken.

 

 Wie eine Vielzahl von uns Flugtaubenzüchter, zähle auch ich mich zu den sehr stark Betroffenen, die grosse Störungen und Verluste durch den Wanderfalken hinnehmen müssen. In der schönen, sehr sonnigen, meist nebelfreien Region des Oberbaselbiets dürfen meine Flieger auch in den Wintermonaten ihren Freiflug geniessen. Leider und natürlich, findet auch der Wanderfalke an dieser Situation Gefallen.

Ob sich durch diese „natürliche Selektion“, meine Wiener positiv oder negativ entwickelt haben, möchte ich folgendermassen  beurteilen:

Die negativen Punkte sind uns ja allen sehr wohl bekannt und einfach aufzulisten:

  •  Grosse Verluste beim Eingewöhnen und Einfliegen der Jungtauben.
  • Dauernde Bedrängung unserer Flugtauben!
  • Verletzte Tauben die noch zurückkehren, aber verarztet, genäht oder gar getötet werden müssen.
  • Tauben die nicht mehr fliegen wollen und sich nur mit Nachhilfe ihres Betreuers aus dem Schlag begeben. (Würden wir in einem Gewässer schwimmen, wo wir Haie vermuten?)
  • Schon die Jungtauben bemerken natürlich die Anwesenheit der Raubvögel aus den Abflugkästen und Volièren.
  • Gute Hochflugstämme fliegen nur noch äusserst nervös und verängstigt um die Hausgiebel und Baumwipfel.
  • Preisflüge sind mangels geregelten Trainings kaum mehr möglich!

 

Ich brauchte lange, aber ich versuche nun diesen Tatsachen auch Positives abzugewinnen!

 

Aus meiner Jugendzeit, Mitte des letzten Jahrhunderts, erinnere ich mich, dass die Züchter von Hochflugtauben auch mit ihren Zuchttieren flogen. Meistens war nur ein Schlag vorhanden und alle Tauben wurden gejagt. Der Wanderfalke war zu dieser Zeit immer präsent, aber in einem wesentlich verträglicheren Mass. Heute müssen wir mit dem WF und seinen Dauerangriffen leben! Mein Ziel war immer schon, wieder einen Wiener-Typ mit einem gewissen Naturinstinkt zu haben. Aehnlich den Feldtaubenrassen auf den Bauernhöfen, die sich eine eigene Strategie zulegten, um nicht von den fliegenden Räubern erwischt zu werden. Wollen wir unsere Hochflug-Tauben weiterhin im Freiflug sehen, müssen wir von den Preisfluggedanken eher wegkommen. Tauben, die stundenlang ihre monotonen Kreise ziehen, werden in Gebieten, wo der WF wieder heimisch ist, kaum überleben. Und wo ist er dies nicht?

Fördern wir also die Eigenschaften, die noch in unseren Wiener Hochfliegern stecken! Ihr Vermögen mit engen Kippen und Wendungen, spiralförmigen Stürzen und schnellem Anstieg zu parieren, ist bei den meisten Stämmen, wenigstens noch latent, vorhanden.  Durch eine gezielte Zucht in dieser Richtung sollten diese Tauben nie ein Ausstellungstauben- und Volieren-Dasein fristen müssen.

Schon das Vorhandensein eines Ausstellungsstandards birgt gewisse Gefahren. Wiener Hochflug- Tauben gehören eigentlich nicht in den Ausstellungskäfig. Sie sollen ausschliesslich nach ihrer Leistung beurteilt werden. Zugegeben, auch ich behalte, bei zwei mir gleichwertig erscheinenden Tieren, dass mir optisch besser Zusagende.

Während noch vor einigen Jahren, meine Tauben beim entfernten Auftauchen eines dunklen Vogels sofort in alle Himmelsrichtungen verstoben, sind sie heute wesensfester und wendiger geworden. Schon eine, auf den Schwarm zufliegende Brieftaube, versetzte die Tiere in Fluchtstimmung. Heute lassen sich die Tauben nicht mehr so leicht verjagen. Ganze Stiche habe ich, durch das den Wienern oft nachgesagte Abdrehen, nie mehr verloren. So fassen die Tauben nach dem Auftauchen eines WF schnell wieder zusammen. Manchmal bilden sich zuerst erneut kleine Stiche in verschiedenen Höhen, die sich später vereinen. Instinktiv scheinen die Tauben zu wissen, dass Ihnen der enge Stich einen grösseren Schutz bietet. Nur selten ist ein WF beim ersten Angriff auf einen grossen Pulk erfolgreich. Er durchsticht den Taubenschwarm, kann aber durch die Vielzahl von Tieren keine Taube genau anpeilen.

Einige suchen als erste Reaktion immer ihr Heil im Sturzflug und verstecken sich irgendwo, oder sie landen bestenfalls auf unserem hohen Dachgiebel. Meistens warten sie dann dort die Ankunft weiterer Kollegen ab, oder verschwinden blitzschnell im Einflug.
Einige Erfahrungen und Tipps im Umgang mit den wunderbaren
Tauben die sich nicht im Stich halten und immer wieder ausscheren, sind oft die ersten Opfer. Der WF peilt gerne die einzeln fliegenden Tauben an.

Gewünscht wären diejenigen Tauben, die auf der Höhe des Falken, oder darüber bleiben.  Wenn er nämlich nicht aus einem steilen Winkel beschleunigen kann, hat er eine geringe Erfolgschance und gibt seine Attacken nach einigen Versuchen, meistens auf.

Würden nur diese Sofort-Stürzer und Solisten Opfer des WF, wäre dem Züchter eine unangenehme Selektion abgenommen. Für mich gilt es, solche Tauben die dies immer wieder tun, zu eruieren und sicher nicht in die Zucht einzustellen. Doch auch wir sind manchmal unpässlich! Also nicht gleich eine nicht mehr gut zu machende Tat begehen. Beobachten geht hier vor!

Doch wie erkenne ich, oder wie stelle ich fest, ob es sich immer um die gleiche Taube handelt?

Bei Stichen von 30 und mehr Tieren keine Leichtigkeit!  Mein Schlag ist umgeben von hohen Häusern, auf denen sich die Jungtauben gerne niederlassen.

Ich liebe es halt, grosse Schwärme am Himmel zu bewundern!

 Hier die beiden von mir angewandten Methoden:

Mit Markierfarben, wie sie in der Nutztierzucht verwendet werden, färbe ich die Tauben unter den Flügeln ein. So markiere ich rote, grüne und blaue Zuchtlinien. Durch das Sprayen entstehen weiter verschiedene, gut zu erkennende Musterungen. Kreuzungstieren, z. B. einer Taube aus Linie blau/grün, färbe ich den linken Flügel blau, den andern grün. Es bestehen in der Folge viele Möglichkeiten, die Tauben schon in der Luft und vor der Landung, wenn nötig mit dem Fernglas, zu erkennen. Ich kann so Unterschiede im Verhalten der einzelnen Zucht-Linien erkennen. Vor allem einzelne Tauben, die nicht im Stich bleiben und dauernd ausscheren.

Eine weitere Methode wäre, den Tauben die letzten Ziffern ihrer Ringnummer auf den Flügelschild zu tupfen. (Eignet sich, um nicht lange mitfliegende Tiere zu erkennen) Mit einem eher dicken, wasserfesten Filzstift lässt sich diese Arbeit gut bewerkstelligen. Auch hier lässt sich dann die Taube mittels Fernglas, auch auf weitere Distanz, gut bestimmen, sobald sie sich niedergelassen hat. Diese Methode hat mir vor vielen Jahren geholfen, meine Zucht auf den heutigen Stand zu bringen.

Als Aesthet muss ich aber zugeben, dass unbehandelte Tauben schon besser aussehen. Die folgende Mauser behebt aber diesen Mangel wieder auf natürliche Art.

Dass sich der Wanderfalke oder andere Raubvögel durch diese Malereien, wie oft behauptet, von ihren Zugriffen abhalten lassen, würde ich aber definitiv verneinen.

Ich bin mir sicher, dass der Druck durch den WF, die Wendigkeit der Flieger eher gesteigert und eine Aenderung des Flug-Stils bewirkt hat. Die Tauben schwenken und wenden wesentlich rassiger! Sogar meine Flugkiebitze, die einen ruhigeren Flug haben, schaffen es meistens, dem WF zu entwischen.

Nur, gar keine Verluste wird es nie geben!

Runden- und Langzeitflüge kann und muss man also im Wanderfalkenland kaum mehr erwarten. Preisflüge gelingen, wie schon erwähnt, leider nur noch selten und werden fast immer durch den WF unter- oder ganz abgebrochen. Immer wieder ärgere ich mich und rege mich wahnsinnig auf wenn der „fliegende Gepard“ erscheint. Vielfach im Doppelpack, oder im Frühjahr, in Begleitung der ganzen Brut.

Eigentlich ein faszinierendes Naturschauspiel, wären es nicht meine geliebten Wiener Hochflieger die da involviert und verfolgt sind!

Es gibt WF, vor allem Weibchen, die sind fast täglich erfolgreich! Wenn dann gar so ein Paar in der Nähe brütet, braucht es Züchter mit Durchhaltevermögen. Einige Jahre hatte ich Sichtverbindung zu einem Horst an der Sissacher Fluh. In dieser Zeit, da habe ich 30 und mehr Jungtauben beim Einfliegen verloren.

Auch ich war da nahe daran, das Handtuch zu werfen und die Flugtaubenzucht an den berühmten Nagel zu hängen!

Ich erfreue mich aber weiterhin an meinen glitzernden „Diamanten der Lüfte“. Im Schlag sind Wiener Hellstörche durch Ihre schlichte, rassige Figur, Form und Farbe eh eine Augenweide! Ihr Temperament und ihre Vitalität erfreuen mich immer wieder aufs Neue.

Wie kann ich aber aus meinen eigentlich sehr guten Tauben, die Stress-Resistenten selektieren?

Gruppe in Abflugkäfig
Gruppe in Abflugkäfig

 Durch meinen Zuchtfreund und  „Kunstflugtaubenzüchter“ Christian, der seine Tauben 2000 Meter Luftlinie von mir entfernt fliegt und praktisch keine Verluste zu verzeichnen hat, bin ich auf die Idee gekommen, mit kleineren Trupps zu fliegen.

Meine beiden Jungstiche sind geschrumpft, weil sie eben immer angegriffen werden, sobald sie in Flimmerhöhe sind. Meistens bekomme ich nicht viel mit, ausser wenn der Falke bis in die untere Höhe nachsticht.

Kleingruppe Hellstörche

Kleingruppe Hellstörche

Meine Versuche gehen jetzt dahin, dass ich nur 5 bis  8 Tauben, möglichst verwandt oder aus der gleichen Linie, zusammen fliegen lasse. Ich möchte so auch Unterschiede von äusserlich fast gleichen Taubenfamilien feststellen. Dazu setze ich die bestimmten Tauben, nach der Handkontrolle und Notierung der Ringnummer, unter einen Käfig vor einem Fenster meines Taubenhauses. Ein paar Körner und die Tiere beruhigen sich schnell und picken nach dem Futter. Durch hochkippen des Gitters starte ich dann den kleinen Trupp.

Unterschiede stelle ich hier in der Aufstiegsgeschwindigkeit,  Zusammenhalt des Stiches etc. fest. Was weniger gut zu beurteilen ist, ist das Schwenkverhalten, das im grossen Stich eindeutig stärker oder augenfälliger ist. Die Falkenangriffe erfolgten auch, zwar etwas später, da mein jetziger „Freund WF“ seinen Standort etwas weiter entfernt zu haben scheint. Ein grosser Pulk ist natürlich auch für Flugfeinde schneller zu erkennen. Leider funkeln auch nur 6 weisse Tauben noch zu stark!  Aus zwei 6er Gruppen habe ich je eine Taube verloren. Was meine Theorie der Peilgenauigkeit des WF, bei weniger oder einzelnen Tauben, bestätigen würde. Ferner fassen die Tauben nach dem Angriff sehr schnell zusammen und stürzen interessanterweise praktisch nie zum Schlag zurück.

Wir hatten gegen Ende 2013, eine so stabile Schön-Wetterlage, die es erlaubte, die Tauben wirklich täglich zu fliegen und zu vergleichen. Dies im Dezember! Bis vor zwei Jahren war ich berufstätig, meine Tauben sahen mich da höchstens 5 Minuten pro Tag und nur in den späten Abendstunden. Nun, man muss schon fast Rentner sein, um von solch zeitaufwändigen Vorteilen und Versuchen profitieren zu können. Mir ist aber bewusst, dass die Zeit zu kurz war, um wirklich verbindliche Schlüsse aus diesen Selektions-Flügen zu ziehen! Immerhin brachten sie mir neue Erkenntnisse!

Jetzt, anfangs Januar sind die Angriffe des Wanderfalken äusserst intensiv geworden. Er hat sich förmlich auf meinen Schlag eingeschossen. Ich hoffe, er macht seinem Namen alle Ehre und wandert weiter. So lange bleiben meine Tauben im Schlag, denn ich möchte keine weiteren Tiere opfern. Es tut weh, wenn man Tauben, die man kurz vorher noch in denn Händen hielt, so verlieren muss. Die Beziehung ist nicht die Gleiche, wie wenn man eine Taube aus dem grossen, eher anonymen Stich verliert!

 

Mal sehen wie es mit der Winterfliegerei weitergehen kann!

 

In dem kurzen Video oberhalb, das ich mit meinem Iphone, so quasi aus dem Hüftanschlag, aufnehmen konnte, zeige ich einen Angriff des Habichts, sowie eine erfolgreiche Attacke des Wanderfalken. Dies passierte im Zeitraum von wenigen Minuten! Damit kann ich auch Behauptungen gewisser Leute entkräften, die meinen, der WF greife nur in oberen Höhen.

 

Die Wirkung farbiger Nistzellen.

Die Wirkung farbiger Nistzellen

Seit dem Einbau der Kipshagen-Nistzellen, die eine beidseits gefärbte Abdeckung aufweisen, konnte ich damit nur gute Erfahrungen machen. Ersten sind sie praktisch im Umgang mit den Tauben und leicht zu reinigen. Auffallend ist, dass sich schon von Anfang an die Kämpfe um die Nistzellen fast auf null reduzierten. Die Paare nahmen die ihnen zugewiesenen Zellen problemlos an und flogen nur selten fremde Einheiten an. Zellen mit eingefügten Farbtafeln

In meinem kleinen Zuchtschlag mit 6 Zellen, wie sie häufig von Brieftaubenzüchtern verwendet werden, hatte ich immer Mühe, den Paaren Ihre Zellen zuzuweisen. Sie flogen immer wieder fremde Zellen an. Renitente Täuber verteidigten dann sogar zwei oder mehrere Zellen. Dies führte dazu, dass Täubinnen Ihre Gelege in Ecken am Boden tätigten oder einfach aus dem Sitzregal plumpsen liessen. Jedenfalls war in diesem Schlag nie eine richtige Ordnung hin zu kriegen.
Meine vorgenannten Erfahrungen brachten mich auf die Idee, diese Nistzellen mit beidseits gefärbten Brettchen zu versehen. Und siehe da! Vom Moment an besserte sich die Schlagordnung eben schlagartig. Die einzelnen Paare sperrte ich einige Stunden in die ihnen zugewiesenen Boxen um dann vorerst nur die Täuber auszulassen, bis sie ihr Weibchen in der Zelle verteidigten. Frappant wie sich die vorgenannten Probleme beheben liessen.

Ob die Tauben Farben wirklich erkennen kann ich damit nicht behaupten, sicher bieten sie aber den Tauben Unterscheidungsmerkmale, mehr Sicherheit und die Gewissheit, auch wirklich die eigene Zelle zu verteidigen. Ich habe betont, dass beide Seiten eingefärbt werden müssen, weil ich in früheren Jahren diesen Versuch mit einseitig gefärbten Brettchen gemacht habe. Damals war der Erfolg bei weitem nicht so beeindruckend.
Eine einfache und kostengünstige Methode um das Zusammenleben im Taubenschlag zu verbessern!

Zuchtschlag für Kiebitze

 

 

 

 

 

 

 

Zuchtschlag mit 6 Nistzellen. Die farbigen Tafel habe ich nachträglich angebracht. Resultat super!

Kiebitze in ihrem Schlag